Mein eigen Fleisch und Blut
Inspiriert durch Texte von Aglaja Veteranyi
| Stadt: | Stuttgart |
| Spielort: | JES |
| Dauer: | 80 min |
| Preis: | 20,- / 15,- (erm.) |
| Sprache: | deutsch, französisch und englisch |
| Altersgruppe: | Erwachsene |
| Ticket Online: | hier bestellen |
Spiel: Ilka Schönbein, Nathalie Pagnac, Bénédicte Holvoote
Technische Leitung: Simone Decloedt
Licht: Emilie Lenglet
Regie: Ilka Schönbein
Koproduktion mit Les Métamorphoses Singulières, Le Grand Parquet und Arcadi
Mit freundlicher Unterstützung des Forum Theaters, Stuttgart
„Warum das Kind in der Polenta kocht“ von der rumänisch-deutschen Schriftstellerin, Schauspielerin und Performerin Aglaja Veteranyi ist die autobiografische Erzählung eines Zirkuskindes. Wachgerufen werden abwechselnd die Mutter-Tochter-Beziehung, der durch Verlust verursachte Kummer, Einsamkeit, Wahnsinn, Elend, Nomadentum, Entwurzlung… Ilka Schönbein folgt den intensiven Sprachbildern der Trauer und des Zerfalls, eignet sie sich an, verschmilzt mit ihnen und verdichtet sie zu Ausdrücken existentieller Tiefe. Als Tänzerin wird sie zur Achse eines unwirklichen, mit fremdartiger Lebendigkeit erfüllten Körpers. Mit Masken und Prothesen, Objekten, Sprachmetamorphosen und Musik kreiert sie unverwechselbar und virtuos einen eigenen Kosmos aus Schrecken, Lachen und Verlorenheit. Es entsteht ein kunstvolles Abenteuer – menschlich und reich an Wendungen, Kurven und Wegbiegungen des Lebens.
"Ilka Schönbein gehört zu jenen Künstlern, die unser Verhältnis zum Figurentheater verändert haben. Sie hat sich auf ein Terrain jenseits von Niedlichkeit und bloßer Verzauberung gewagt und wirkt auf die Zuschauer dennoch nicht morbid oder finster, - selbst wenn sie in sehr dunklen Zonen des Bewusstseins und der menschlichen Seele wagt." (Le Figaro)
„Es ist ein Verdienst der Inszenierung, dass die besondere Komik von Veteranyis ganz eigener Sprache nicht verloren geht. Wie Zirkusnummern inszeniert Schönbein mit ihren ausdrucksstarken Masken und Figuren Szenen eines missbrauchten Lebens, Bilder, die im Gedächtnis bleiben.“ (double – Magazin für Figurentheater)
Ilka Schönbein ist Figuren- und Maskenspielerin, Tänzerin und Schauspielerin. Ausgebildet unter anderem in Stuttgart bei Albrecht Roser entwickelt sie ihre suggestive Bühnensprache auf den Straßen und Plätzen deutscher und französischer Städte. Seit den achtziger Jahren ist Ilka Schönbein mit ihrem Theater auf den Straßen unterwegs. 1994 bekam sie den Kritikerpreis des Mimos-Festivals von Perigueux. 1997 brachte der deutsch-französische Kultursender „arte“ ein Porträt über sie. Ilka Schönbein spielt mittlerweile auf allen bedeutenden europäischen Festivals.
Ilka Schönbein auf Youtube (3Sat Beitrag zur Winterreise)

