17.
Mär
2012
20:00 Uhr
Uraufführungen sind für Überraschungen gut:
"Lärm" dauert ca. 120 Minuten.

Ensemble Materialtheater & Skappa, Stuttgart/Marseille (DE/FR)

Lärm (UA)

Schlacht der Ideen mit Tanz, Musik und Puppenspiel Nach einer Geschichte von Alberto García Sánchez

Stadt: Stuttgart
Spielort: FITZ
Dauer: ca. 90 Minuten
Preis: 22,- / 17,- (erm.)., bis 1. März: 17,- / 14,-
Sprache: Deutsch
Altersgruppe: Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahre
Ticket Online: hier bestellen

Foto: Antje Töpfer

Spiel: Sandra Hartmann, Sigrun Kilger, Annette Scheibler, Paolo Cardona, Fabrizio Cenci, Daniel Kartmann
Musik: Winfried Walgenbach, Sandra Hartmann, Daniel Kartmann, Fabrizio Cenci
Kostüme: Annette Scheibler, Sigrun Kilger, Claudia Sill; Ausstattung: Ensemble; Bühne: Luigi Consalvo
Choreographie: Claudia Runge; Übersetzung: Edith Michaelsen; Regieassistenz: Dominik Rentsch
Regie: Alberto García Sánchez

In Koproduktion mit der IMAGINALE 2012 (DE), SKAPPA & Associés Marseille (FR) und der FIDENA 2012 Bochum (DE)

Uraufführung / Festival-Eigenproduktion

Gefördert von der Stadt Stuttgart, dem Fonds Darstellende Künste e.V. und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg Der Kapitalismus ist der unbestrittene Sieger des Kalten Krieges. Als selbst ernannter Hort von Demokratie, freiem Denken und Menschenrechten hat er die PR-Schlacht gewonnen und den Kommunismus als blauäugig, menschenverachtend und wirtschaftlich ruinös ins Abseits gedrängt. Selbst wenn die Mehrheit der Menschen zu den Verlierern zählt – alles ist bestens. Mit einer permanenten, schrillen, verführerischen und telegenen Flut von unwichtigen Informationen und Bildern wird jeder Keim einer Alternative überspült. „Lärm“ ist der zweite Teil des Theaterzyklus „Europa in vier Kapiteln“, den das das Ensemble Materialtheater im Rahmen seiner Arbeit verfolgt. Der kalte Krieg wird hier zur bissigen Familientragödie, gespielt von Narrenfiguren, von Buffons. Wie in der echten Historie liegt auch hier das Groteske neben dem Tragischen, die Poesie neben der Brutalität. „Lärm“ ist eine Parabel über den Kampf zweier Gesellschaftssysteme, der unsere jüngste europäische Geschichte prägt – bis zum heutigen Tag. Mit dem Stück Lärm (2008) stellt sich Autor und Regisseur Alberto García Sánchez, der 2011 mit dem renommierten französischen Theaterpreis Molière ausgezeichnet wurde, die Frage, ob die Erscheinungsbilder des Kapitalismus, selbst die edelsten, nicht nur einem einzigen Zweck dienen, nämlich dem, weiter zu existieren. Ein politischer Theateransatz, Humor, Ironie, Internationalität, die Lust zur Auseinandersetzung mit immer neuen ästhetischen Herausforderungen und künstlerischen Partnern prägen die Arbeiten des Ensemble Materialtheater. Das EMT erhielt 2012 bereits zum zweiten Mal die dreijährige Konzeptionsförderung der Stadt Stuttgart und erstmalig die Konzeptionsförderung des Landes Baden-Württemberg. In 25 Jahren freier Theaterarbeit entstanden mehr als 40 Inszenierungen, mit denen das Ensemble auf der ganzen Welt zu Gast war. www.materialtheater.de