Spiel und Bearbeitung: Tristan Vogt
Licht: Sasa Batnozic
Puppen, Bühne und Regie: Joachim Torbahn
Eine Koproduktion mit der Tafelhalle Nürnberg
„Es ist nicht notwendig, dass du aus dem Haus gehst. Bleib bei deinem Tisch und horche. Horche nicht einmal, warte nur. Warte nicht einmal, sei völlig still und allein. Anbieten wird sich dir die Welt zur Entlarvung ...“ (Franz Kafka, Zürauer Aphorismen)
Was ist das „Schloss“? Ein Behördenlabyrinth? Ein selbstgeschaffener Alptraum? Eine metaphysische Instanz? Auf der Suche nach Unterkunft, Arbeit und menschlicher Anerkennung verstrickt sich der vermeintliche Landvermesser K. in einen verbissenen Kampf mit der alles beherrschenden Schlossverwaltung. Doch der bürokratische Apparat sucht sich des rebellischen Eindringlings mit lächelndem Gleichmut zu erwehren.
Thalias Kompagnons interpretieren Kafkas Romanfragment mit kleinen Holzfiguren als boshaftes „Mensch-ärgere-dich-Spiel“ voll Intrigen, Machtkämpfen und Beziehungsfallen.
„Kafkas Entwurf verliert in dieser Verkleinerung nichts von seiner bestürzenden, grade im Gelächter höllischen Dämonie. (...) Großer Beifall für einen großen Abend." (Abendzeitung)
„Konsequent durchmisst die Inszenierung all die tragischen Facetten von K.'s sinnlosem Existenz- und Selbstbehauptungskampf und ist dabei doch umwerfend komisch." (double-Magazin für Figurentheater)
„Tristan Vogt verzettelt sich nicht in solchen Nebenschauplätzen. Für ihn bietet die ironische Überzeichnung bürokratischer Auswüchse genügend zeitlose Bezugspunkte. Die Tatsache, dass die Figuren aus Holz sind, bekommt dabei eine ganz eigene Qualität: Zum einen versucht K. mit hölzerner Sturheit, ins Schloss zu kommen, zum anderen kann das Holz auch für die Starre und Eingeschränktheit der Dorfbewohner stehen. – Witzig, tiefsinnig, absolut sehenswert!“ (Nürnberger Zeitung)
Thalias Kompagnons bewegen sich mit international gefeierten Produktionen im Grenzbereich zwischen Schauspiel, Figuren- und Musiktheater. Mit ihren hintergründig-frechen Opern- und Klassikerversionen (Wagners Ring, Macbeth, Zauberflöte u.a.) eroberten sie gleichermaßen Off-Bühnen, Festivals und Staatstheater. Einladungen u.a. auf die Wiener Festwochen, zu den Salzburger Festspielen, den Ruhrfestspielen, an Opernhäuser in Stuttgart, Mannheim, Trier, Krakau, Dordrecht; Gastspielreisen u.a. nach Österreich, in die Schweiz, nach Frankreich, Holland, Italien, Slowenien, Dänemark, Finnland, Polen, Ungarn, Russland, Israel, Korea, Japan und Australien.
www.thalias-kompagnons.de